“Werde du selbst – Werde was du bist – Erwecke deinen Kern, deine Bestimmung” C.G. Jung

Individuation – ein Differenzierungsprozess, der die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit zum Ziel hat.

Die Erfahrung des Selbst, den Prozess der Reifung und Verwirklichung der menschlichen Persönlichkeit nennt C.G. Jung Individuation.

Jung sieht die Individuation als das Lebensziel des Menschen. Seinen eigenen Weg finden heisst sich unter Entfaltung aller Fähigkeiten und Anlagen Selbst zu verwirklichen. Jung sagt auch, dass der angeborene Wesenskern, also das Selbst, eines jeden Menschen über die Fähigkeit zur Entfaltung der Individualität verfügt.

Da die Individuation einen spontanen, natürlichen und autonomen Prozess innerhalb der Psyche bezeichnet, kann er durch Analyse bewusst gemacht werden.

Individuation kann natürlich stecken bleiben – Reflexionsprozesse helfen die ins stocken geratenen Persönlichkeitsaspekte zu integrieren. Wesentlicher Bestandteil in den Reflexionsprozessen ist die Zentroversion nach Erich Neumann.

„Das Ego ist all das, was der Mensch bewusst denkt und fühlt.“

Die Tiefenpsychologie nach C.G. Jung besagt, dass das Ego in der ersten Lebenshälfte voll ausgebildet wird, dieser Vorgang wird „Ego-Ausdifferenzierung“ genannt. Die “Ego-Ausdifferenzierung” dient der Persönlichkeitsbildung des Menschen.

Das heisst alle erlernten Verhaltens- und Denkmuster werden durch das Ego gebildet und gefestigt, sodass sich der Mensch in der externen Welt zurechtfinden und behaupten kann. Das Ego hilft uns also, den Anforderungen von Umwelt, Gesellschaft, Familie, Peer-Group, usw. gerecht zu werden.

„Das Selbst umfasst sowohl das Bewusste als auch das Unbewusste, es ist der angeborene Wesenskern eines Menschen“.

Das Selbst ist das Zentrum der Persönlichkeit. In ihm werden alle gegenläufigen Teile der Persönlichkeit zusammengefasst und vereinigt. Es ist das Ziel des lebenslangen Individuationsprozesses, der im Wesentlichen daraus besteht, möglichst grosse Teile des Unbewussten dem Bewusstsein einzugliedern.

Im Rahmen eines Reflexionsprozesses, wie bei Stress-Management oder Self-Empowerment Trainings, werden immer beide Bereiche berücksichtigt, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.

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Archetypische Dimension

Umfasst Persönlichkeitsanteile im Unbewussten – all jene psychischen Inhalte, die unserem bewussten Ich nicht verfügbar sind.

Persönlichkeit bezeichnet alle prägenden Eigenschaften (Disposition – Gestalteigenschaft) eines Individuums.

Das Bewusstsein ist die Fähigkeit, mit dem Verstand und den Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten. Das Unbewusste ist jener Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist.

Die vier Persönlichkeitsebenen sind Körper, Geist, Verstand und Emotionen. Die Verbindungen der verschiedenen Ebenen übernehmen der Sypatikus (willkürliches) und Parasympatikus (vegetatives Nervensystem).

Die Fünf Säulen, die den Körper und Geist gesund halten sind: Bewegung, Ernährung, Regeneration, Umweltgestaltung und Reflexion.

Die äusseren sichtbaren Schichten der Persönlichkeit sind die physikalische und fachliche Kompetenz. Die inneren unsichtbaren Schichten der Persönlichkeit sind Handlung, Veralten, Umgang/Reaktion, Einstellung/Werte/Haltung. Die Essenz der Persönlichkeit ist der Sinn und das Sein.

Das Ich oder Ich-Bewusstsein ist Zentrum des Bewusstseinsfeldes und zeichnet sich durch eine starke Identifikation mit sich selbst aus.

Da dieses Ich-Bewusstsein aus einem Komplex von Vorstellung und Identifikationen besteht, spricht Jung auch vom sogenannten Ich-Komplex.

In der ersten Lebenshälfte wird das Ich ausgeformt und die vier Funktionen Denken, Fühlen, Intuieren und Empfinden werden differenziert.

Ausserhalb dieses bewussten Ich-Komplexes existieren weitere Ich-nahe Komplexe, die aber unbewusst sind und in ihrer Gesamtheit als das persönliche Unbewusste bezeichnet werden.

Diese unbewussten psychischen Inhalte sind eng an die individuelle Lebensgeschichte geknüpft und werden aus zwei unterschiedlichen Kanälen gespeist. Einerseits handelt es sich dabei um Inhalte, die ehemals bewusst waren und im weiteren Verlauf der Biographie als Vergessenes oder Verdrängtes nachträglich aus dem Ich-Bewusstsein ausgeschlossenen wurden, andererseits um primär unbewusste Elemente, die noch nie völlig ins Bewusstsein gelangt waren.

Die zweite Lebenshälfte ist geprägt von innerer Wirklichkeit, vertieften Selbstsicherheit, Menschenkenntnis und Bewusstmachung von Wesenszügen, die bisher unbewusst geblieben sind.